Controlling

Controlling

Controlling befasst sich mit der Konzeption und dem Betrieb von qualitativen und quantitativen Steuerungsinstrumenten, der Ausrichtung der Steuergrößen auf die strategischen Zielgrößen, mit der Koordination der Informationsflüsse, mit der Moderation der Analyse und Interpretation der Messergebnisse und der Unterstützung der Entscheidungsprozesse des Managements.


Funktionen des Controlling:

Nur aus der gleichzeitigen Erfüllung der Funktionen Planung, Information, Analyse, Kontrolle und Steuerung kann das Controlling seinen Aufgaben gerecht werden. Diese Schwerpunktfunktionen sind über ein System von Regelkreisen mit permanenter Rückkopplung in der Weise verzahnt, dass die mangelnde Berücksichtigung eines Funktionsbereichs zu erheblichen Störungen im gesamten Controllingsystem führen kann.



Planung:

Steuerung ist nur möglich, wenn feststeht, welche Zielrichtung eingeschlagen werden soll, wenn also vorab ein Kurs fixiert worden ist. Eine solche Kursfestlegung erfolgt in Unternehmungen durch „Objectives“, die allen Beteiligten angeben, welche Ziele angestrebt werden. Nur wenn die Ziele festgelegt sind, sind die einzelnen Entscheidungsträger im Unternehmen in der Lage, ihre Entscheidungen so zu treffen, dass diese Ziele erreicht werden. Damit Objectives für die Planung und Führung im Unternehmen brauchbar sind, müssen sie bestimmte Anforderungen erfüllen:


  • Es muss sich um operationale Ziele handeln
  • Vereinbarkeit der Einzelziele mit dem Unternehmensziel
  • Realistische Zielvorgaben
  • Partizipative Zielformulierung



Information:

Damit die Kurseinhaltung möglich ist, muß die Planung als SOLL um das vergleichbare IST ergänzt werden. Nur aus dem Vergleich von PLAN und IST wird die Steuerung auf die Zielvorgaben hin ermöglicht; nur so lassen sich Kurskorrekturen vornehmen. Das Informationssystem ist das Kernstück eines jeden Controllingsystems. Es signalisiert die tatsächliche Entwicklung und zeigt auf, welche Abweichungen in der Realität gegenüber der Planung entstanden sind. Aus diesem Feedback erhalten die Entscheidungsträger die Impulse, die sie zur zielführenden Steuerung benötigen. Damit diese Ziele erreicht werden können, hat der Controller dafür zu sorgen, daß dem Entscheidungsträger zur Einleitung von Maßnahmen die für die Steuerung erforderlichen Informationen rechtzeitig, in der notwendigen Verdichtung und problemadäquat zur Verfügung gestellt werden.
Den Aufbau eines funktionsfähigen Informationssystems muß der Controller zusammen mit dem Finanz- und Rechnungswesen vornehmen. Das Finanz- und Rechnungswesen bietet die Basis, auf der der Controller aufbaut. Bei der Konzipierung gilt folgender Grundsatz:

Dem einzelnen Entscheidungsträger sind nur solche Informationen zu liefern, die er auch beeinflussen kann. Die Informationen müssen entscheidungs- und problemorientiert aufbereitet sein. Jeder Entscheidungsträger muß Informationen zu den Bereichen bekommen, für die seine Ziele formuliert sind.


Analyse / Kontrolle:

Die Kontroll-Tätigkeit im Rahmen des Controlling bezieht folgende Bereiche mit ein:

  • Verfahrensorientierte Kontrollen (Kontrolle der Aktivitäten von Unternehmenseinheiten bei der Planerstellung, Informations-entwicklung und Gegensteuerung)
  • Ergebnisorientierte Kontrollen (Beinhalten den Vergleich von Plan und Ist in einem vorgegebenen Zeitabschnitt)

Die Analysephase hat folgende Schwerpunkte:


  • Ursachenanalyse der Abweichungen
  • Lösungen zur Vermeidung der Abweichungen suchen
  • Auswirkung der Maßnahmen erkennen und beobachten

 


Steuerung:

Der Regelkreis des Controlling-Aktivitäten-Vierecks wird über die Planung, Information, Analyse und Kontrolle mit der Steuerung als Antwort auf das Feedback geschlossen. Während alle vorgelagerten Funktionen die Aufgabe haben, die Kursfixierung festzulegen, ihre Einhaltung zu signalisieren und Abweichungen aufzuzeigen, ist die Steuerung die zukunftsgerichtete regulierende Funktion (Feed-forward).



„Man entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus dem Auge zu verlieren“, André Gide.